Mittlerweile bin ich nun auch vollends auf den Zug der Digitalfotografie aufgesprungen, weil er mir einfach zu viele Vorteile bietet. Nachteile sind nach wie vor das lineare Aufzeichnungsverfahren, das gerade bei Lichtern schnell zum stufigen Ausfressen führt. Simples Beispiel ist die morgendliche oder abendliche Sonnenscheibe, die der Film weitaus feiner in den Farbabstufungen bis zum reinen Weiß darstellt. Da habe ich beim Digitalen Aufzeichnungsverfahren oft den Eindruck; als hätte jemand mit der Schere ein Loch in das Bild geschnitten. Die mittlerweile von der EOS Mark III ereichte 14-Bit-Bildverarbeitung vergrößert den Farbumfang auf der ganzen Breite von Weiß bis Schwarz gleichmäßig was für das Problem des Ausfressens der Lichter nur sehr geringe Vorteile bringt, aber immerhin tut sich schon etwas.
Seit 3 Jahren haben sich nun bei mir tausende digitale Bilder angehäuft, die mit zunehmender Qualitätssteigerung aktueller Kameras immer mehr Speicherplatz benötigen. Hier wünschte ich mir ein lineares Verhältnis zwischen Qualitätssteigerung und Speicherplatz, aber real sieht es so aus, dass kleine Verbesserungen, wie erhöhter Farbumfang und einige kaum mehr spürbare MPix mehr, schnell den doppelten bis dreifachen Speicherplatz benötigen. Es fällt nicht schwer sich vorzustellen, mit welch einem gigantischen Datenarchiv man in 10 Jahren zu kämpfen haben wird. Immer wieder gibt es neue Medien der Langzeitspeicherung. Nach 2 Jahren mit einer 6MPix Kamera habe ich schon die erste Umkopieraktion von 18 CD-ROMs auf DVDs hinter mir. Es kommen immer schneller immer mehr Daten dazu. Und bei jeder Änderung auf ein Neues Speichermedium wächst der Berg und die Zeit die ein solches Umkopieren mit sich bringt. Auf DVD sichere ich nur noch die Rohdaten der Kamera, alle Bearbeitungen und Vorschaudateien sichere ich auf 2 synchronisierte Festplatten. In Zukunft werde ich diese noch um eine quartalsaktualisierte Dritte erweitern, die ausser Haus lagert. Diese wird quasi nur im Wechsel gegen die bestehende Zweite getauscht und vom Quellvolume neu synchronisiert werden. Ein Tiff meiner jetzigen EOS 5D benötigt mit 75MB fast die 7fache Menge an Speicherplatz wie die RAW-Datei. Auf eine CD-Rom passen also lächerliche 9 Bilder und auf eine DVD auch nur knappe 60. Das ergäbe allein beim digitalen Archiv derzeit 30 DVDs bei einfacher Sicherung. Beim Analogen Archiv benötigt ein Bild bereits 110MB auch wenn die Qualität eines KB-Scans nicht die der kleineren digitalen Datensätze erreicht. Auch dort sichere ich nur die Rohscans und nicht die entstaubten und von Farbstichen befreiten Bilder auf DVD. Weil ich in diese retouchierten Bilder dennoch massenhaft Zeit investiert habe, ist mir eine hohe Sicherheit vor Verlusten enorm wichtig. Um trotzdem Zeit und Aufwand bei Sicherungen zu sparen, nutze ich für Diese lieber den Weg der 3fachen Festplattensicherung. Das sämtliche, bereits auf DVD gesichtete Rohdaten ebenfalls auf den Festplatten verbleiben, hat natürlich den Vorteil der sofortigen Erreichbarkeit, beschleunigt aber ausserdem das Umkopieren auf ein neues Standardmedium erheblich. Es genügt schon mit den frisch gebrannten Rohlingen zu jonglieren ohne auch noch die alten CD’s/DVD’s zuvor einlesen zu müssen. Wie so oft öffnen negative Erfahrungen einem erst so richtig die Augen wie wichtig eine vernünftige Lösung zur Datensicherung ist. So auch bei mir geschehen, möchte ich meine bisherigen Erfahrungen hier schildern.
1000 und eine Schrecksekunde…
Schon seit einiger Zeit wird bei ebay ein Storage-Center von Netgear angeboten genannt SC101, welches per LAN an ein Netzwerk angeschlossen wird. Es besitzt 2 Festplatten die per Raid(1) gespiegelt werden. Ich habe mir ein solches zugelegt mit 2x500GB Festplatten also nutzbaren 500GB. Es ist zwar schön via LAN oder WLAN von PC und Laptop auf sein Bildarchiv zugreifen zu können, dennoch hat dieses Gerät unakzeptierbare Nachteile. Der erste wäre, dass auf jedem Rechner eine Netgear-eigene Software installiert werden muss. Gibt es diese in 10 Jahren auch noch problemlos? Das 2. Problem zeigt, dass das Center nicht nur wie ein Toaster aussieht, sondern ein prima Datentoaster ist. Nach 4 Monaten problemlosen Betriebs verschwanden mehrere Dateien. Einen Tag zuvor abgespeichert, waren diese am nächsten Tag nicht auffindbar. Zuerst dachte ich an einen eigenen Fehler, sie evl. versehentlich in einem falschen Verzeichnis abgelegt zu haben, aber eine intensive Suche aller Speichermedien ergab…
W.E.C.H.
Beim Starten der Software wurde mir von Dieser immer empfohlen die Firmware nebst Software zu aktualisieren. Na gut, dachte ich, vielleicht haben sie das Problem damit ja behoben. Die Firmwareaktualisierung funktionierte automatisch, zumindest bis zum Absturz des Rechners. Dennoch musste der Absturz wohl nach beendeter Firmwareaktualisierung passiert sein, weil nach dem Neustart die Netgear-Software die beiden Platten mit neuer Firmware anzeigte. Allerdings waren jetzt alle Partitionen verschwunden. Das Update der Software auf dem Rechner verlief problemlos und brachte zumindest die nicht gespiegelten Partitionen wieder, die nur neu im System angemeldet werden mussten. Nach wie vor fehlte die einzig wichtige gespiegelte Partition. Ein Support der Firma ist quasi nicht vorhanden und somit keine Hilfe.
In Foren habe ich nach meinen Problemen gesucht und wurde zumindest was Mitleidende betrifft fündig, aber ein Lösungsweg fand ich nicht. Was ich aber fand verschlechterte meine Laune zusehends. Ich war ja immer noch der Meinung die gespiegelte ATA-Festplatte einfach in den Rechner zu bauen um die Daten dort auslesen zu lassen, aber das hätte rein gar nichts gebracht. Damit wären wir beim 3. und wohl größten Problem des Toasters. Auf der Festplatte wird weder das altbekannte FAT 16, 32 oder das übliche NTFS Filesystem verwendet, nein es musste das hauseigene SAN-File-System dafür verwendet werden. Es gibt ja etliche Datenrettungstools, die das Auslesen von defekten FAT 32 oder NTFS Platten erlauben, aber ich habe kein Einziges gefunden, welches dieses proprietäre Fileformat beherrscht. Diese 3 aufgeführten Probleme zeigen deutlichst, dass es für eine Datensicherung niemals in Frage kommen kann, höchstens als Möglichkeit woanders gesicherte Daten im Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Beworben wird aber u.a. die nicht wirklich vorhandene Datensicherheit. Ich füge gar noch ein 4. Problem hinzu. Wie sieht es eigentlich aus wenn die Hardware des Toasters defekt ist? Richtig, man braucht dann einen neuen Toaster, weil die Software ja darauf zugeschnitten ist.
Nach einigen Neustarts nahm ich die gespiegelte Platte heraus und startete den Rechner neu. Endlich, nun wurde die so überaus wichtige (weil kein weiteres Backup der rund 400GB) gespiegelte Partition wieder angezeigt und von mir sogleich im System angemeldet. Warum, und wieso war mir jetzt völlig Banane, die Daten waren wieder erreichbar. Mein nächster Weg war sofort der zum nächsten Mediacenter von dem ich mit einer USB-Festplatte zurückkam. Ich sicherte sofort und ohne weitere Neustartexperimente alle Daten. Sich den Schweiss von der Stirn wischend, baute ich die bereits ausgebaute 500GB Festplatte im Rechner ein, formatierte sie mit dem Standard NTFS File-System und sicherte die Daten der USB-Festplatte darauf.
Die zweite 500GB Festplatte wurde ebenfalls eingebaut. Dafür mussten eine fast volle 160GB und eine 200GB ATA weichen. Die Festplatten sind übrigens welche von Hitachi(HDS725050KLAT80) und nicht gerade die schnellsten. Laut HdTach eine Durchschnitsgeschwindigkeit von 32MB/s. Am LAN war das ja auch nicht nötig. Die LAN-Verbindung des SC2101 war zwar nicht die schnellste aber sie reichte mir dennoch für das Arbeiten mit Bilddaten. Das Kopieren etlicher Dateien dauerte natürlich deutlich länger als bei internen Festplatten. Nervig war das Einschlafen der Festplatten. Diese fuhren nach 10-15 min herunter. Nach jedem Anklicken von “speichern unter” musste ich fast 1 min warten, bis beide Festplatten ( unlogischerweise nacheinander ) wieder hochgefahren sind. Diese Zeit ist in der Firmware fest verankert und nicht änderbar. Ich könnte es auch Problem 5 nennen, aber mit der Datensicherheit hat es ja eigentlich nichts zu tun. Eine Raid(1) Spiegelung wie im SC101 ist im Übrigen keine richtige Datensicherung, weil jeder Datenfehler oder jede versehentliche Änderung oder Löschung einer Datei zeitgleich auf die gespiegelte Festplatte übertragen wird. Es ist lediglich eine Sicherheit falls eine Festplatte einen Defekt hat.
Für die Entscheidung mir das SC101 zuzulegen, muss ich mir selbst mangelnde vorherige Auseinandersetzung mit dem Thema und mangelnde Nachforschung bezüglich der Produkttauglichkeit vorwerfen.
Das etwas sichere Gefühl…
Jetzt machte ich mir intensiv Gedanken, wie ich die Sicherung der Bilddaten am besten anstelle. Das Händeln der Daten über den Austausch von Festplatten war für mich die sicherste Lösung. Damit hatte ich bereits Erfahrung und eine Software die alle Daten in eine Backup-Datei o.ä. verwandelt kam für mich nicht in Frage. Es sollten alle Daten ohne Umwandlung von jedem PC aus einlesbar sein. Schön wäre es natürlich nach wie vor auf alle Daten direkten Zugriff zu haben. Fündig wurde ich bei einem externen Gehäuse von Stardom ST5610-4S-2S Im Prinzip ist das nichts weiter als eine Auslagerung der internen Festplatten. Das Gehäuse hat ein Netzteil und nimmt 4 über Einschübe austauschbare SATA Festplatten auf, die via eSATA Verbindungen mit dem Rechner verbunden sind. Das Gehäuse ist abschaltbar, so das die FP nur für’s Synchronisieren der Daten eingeschaltet werden müssen. Meine vorhandene 250 GB SATA und eine neu zugekaufte 750GB Segate Barracuda bekamen also dieses neue Zuhause. Die 750GB Seagate ist mit 64MB/s die schnellste im System. Deshalb ist es eigentlich schade, die langsamen internen 500GB ATA Festplatten als Arbeitsvolume zu verwenden und die doppelt so Schnellen als Backup-Speicher. Das werde ich auch ändern, sobald das Sparschwein wieder etwas gewachsen ist. Immerhin habe ich jetzt ein gutes Gefühl die Daten in Sicherheit zu wissen und auf alle Daten sofortigen und schnellen Zugriff zu haben. Die eSATA Verbindung ist die derzeit Schnellstmögliche zu externen Festplatten. Firewire und USB2.0 bremsen die Leistung hingegen aus. Was mir beim Neuaufsetzen von XP via Image allerdings aufgefallen ist, das die True Images Boot-CD die SATA-Festplatte 750GB nicht erkannt hat, diese also als Speicherort für das Image Nonsens ist. Die Festplatten sollten regelmässig auf Fehler überprüft werden, wozu ich eher zu den Tool der Festplattenhersteller tendiere als zu den Hausmittelchen von XP ala CHKDSK oder SCANDISK. Auf einer Maxtor-Festplatte konnte XP eimal nicht alle Daten defragmentiert werden, was ich komisch fand. Aus der Versuch von dieser ein Image zu erstellen schlug fehl. CHKDSK und SCANDISK meinten alles sei bestens, aber das auf CD bootfähige Tool von Maxtor fand zerstörte Dateien und konnte sie wieder herstellen. danach funktionierte auch die Defragmentierung korrekt. Das zeigt jedenfalls, das man XP Checks gegenüber kritisch sein sollte. Überprüfungstools und Defragmentierung sind ebenfalls Aspekte die, die Sicherheit der Daten zwar nicht garantieren können, aber eventuelle Unsicherheiten aufdecken.
Aufwand / Nutzen…
| Täglich |
Synchronisierung des Bildarchivs – automatisch |
| Monatlich |
Image-Erstellung des Systems, Löschung des vorletzten Images. – manuell |
| Monatlich |
Sichern der RAW-Daten auf DVD’s – manuell |
| Quartalsweise |
Wechsel der Backup-Festplatten für Analog+Digital – anschliessende Synchronisierung erfolgt automatisch |
| Halbjährlich |
Überprüfung aller Festplatten auf Fehler – manuell |
| Halbjährlich |
Entmüllen der Festplatten System und beider Archive- manuell |
| Halbjährlich |
Defragmentieren aller Festplatten – manuell |
Obwohl es auf den ersten Blick anders aussieht ist es nur wenig Zeit die für eine ganze Ecke Sicherheit zu opfern ist.
Wenn das Konzept erstmal klar ist und man weiss was wann zu tun ist, handelt es sich nur um einige Minuten im Monat oder im Quartal.
Das tägliche Synchronisieren des Bildarchivs läuft vollautomatisch ab und bedarf keines weiteren Handelns.
Das monatliche Erstellen der Systemimages muss nur manuell gestartet werden. Lediglich das Brennen der RAW-Daten auf DVD ist lästig, dürfte sich aber nur um 2 DVD’s pro Monat handeln, also auch noch vertretbar.
Einmal im Quartal müssen die beiden Festplatten ausgetauscht werden, das war’s dann auch schon. Die Aktualisierung der Daten erfolgt wieder automatisch.
Die halbjährlichen Checktools liegen in einem Ordner und werden der Reihe nach gestartet. Diese müssen bei Ihrer Arbeit nicht beobachtet werden, es zählt nur deren Ergebniss. Das Entmüllen übernehmen einige Tools wie TuneUp Utilities recht ordentlich. Allerdings gibt es da noch selbst angelegtes Leid, wie bereits in Vergessenheit geratene Verzeichnisse, z.B. eine Bildauswahlsendung die Kopien von Original-Files enthält. Dafür eignet sich ein Freetool namens FreeSize sehr gut. Es sortiert die Verzeichnisse nach Speichergröße und so bekomme ich sehr schnell heraus, wo sich unnütze große Speicherfresser verstecken.
Das Defragmentieren ist auch nur zu starten und läuft dann allein. Ansonsten gibt es die Möglichkeit dies den Taskmanager von Windows erledigen zu lassen. Software wie O&ODefrag, kann bei Bedarf im Leerlauf automatisch defragmentieren, oder ermöglicht es mehrere Laufwerke zugleich anzuwählen.
Es hört sich viel an, ist aber eigentlich nur Arbeit für den PC und weniger für einen selbst.
Fotografen die bisherige Ausführungen gar nicht nachvollziehen können, von Vielem noch nie was gehört haben, sich aber dennoch in Bildbearbeitungssoftware vertiefen und auf Digitalfotografie umsteigen wollen, sei dringenst angeraten sich von Fachleuten ein Sicherungskonzept der Bilddaten konzipieren zu lassen, dass sie verstehen und später allein nutzen können. Beim Totalverlust durch Plattencrash kommen nur noch professionelle Datenretter in Frage. Damit meine ich nicht Timis-Computerladen, obwohl es natürlich auch pfiffige Händler gibt, sondern vielmehr Leute die sowas tagtäglich machen, wie z.B. www.datenrettung.de. So nach dem letzten Strohhalm greifend darf man mit Sicherheit schon deutlich mehr dafür locker machen, als die billigste Datensicherung je gekostet hätte. Der Nutzen sollte jedem klar sein.Er sollte dennoch in einem gesunden Verhältniss zum Aufwand bleiben. Spätestens wenn die Chance vom Blitz getroffen zu werden größer ist, als die einen Teil ihres Bildarchivs zu verlieren, sollten sie mit weiteren Sicherungen aufhören. Wahrscheinlich kommen Sie bereits gar nicht mehr zum Fotografieren. Zugegeben ist meine Sicherung 3fach auf Festplatten und für die RAW’s zusätzlich 2fach auf DVD schon an der Grenze der Übertreibung, aber die Bilder nebst Arbeit von 8Jahren sind es mir Wert.
Synchronisierung des Bildarchivs…
Beim Sichern auf Zweitfestplatten hat man alle Freiheiten die Daten zu sichern. Welcher Weg der beste ist wird von Fall zu Fall unterschiedlich sein. Ich nutze dafür die Freeware ALLWAY SYNC. Dort kann ich Verzeichnisse angeben die nach logisch, einstellbaren Regeln synchronisiert werden, d.h. Dateiveränderungen oder Löschungen können in beide oder in eine Richtung abgeglichen werden. Ich verwende nur eine Richtung, weil ich auch nur mit der Quellfestplatte arbeite, die Andere soll ja als Backup mit identischen Daten dienen. Nun kann noch eingestellt werden ob und wann eine automatische Synchronisierung erfolgt. Sehr sinnvoll fand ich die Option vor dem Abmelden des Benutzers. Nur funktioniert dies nicht wie gewünscht, weil XP das Programm als “reagiert nicht” erkennt und es nach Ablauf einer kurzen Zeit killt. Die Zeit zu verlängern geht zwar, aber je nachdem wie viele Änderungen ich im Arbeitsvolume unternommen habe, kann eine solche Synchronisierung einige Sekunden bis einige Stunden betragen. Wie ich XP das Killen laufender Software verbieten kann, habe ich nicht herausgefunden. Somit entschied ich mich für die Variante “Synchronisierung nach Systemstart” Benötige ich jetzt sofort die gesamte Leistung des Rechners, brauche ich nur die Synchronisierung stoppen. Ich kann sie auch jederzeit selbst starten. Optimaler wäre aber der erste Weg, das XP bis zur Beendigung der Synchronisierung wartet und den Rechner dann abschaltet.
Die Grafik ist, der Übersicht halber, nicht ganz vollständig. Ein Image des Systems sichere ich zusätzlich auf der Platte Archiv analog und somit auch auf den Folgeplatten
Potz Blitz und Stromausfall…
An das Thema Blitzschutz sollte ebenfalls gedacht werden. Ein starker Blitzeinschlag kann zwar von keinem Schutz aufgefangen werden, dennoch gehen die meisten elektronischen Geräte schon defekt, wenn in der Nachbarschaft ein Blitz niedergeht und dadurch eine bereits abgeschwächte Spannungsspitze durch das Stromnetz geistert. Gegen diese leistungsgeminderte Spannungsspitze helfen Schutzmassnahmen auf jeden Fall. Zum Einbau in der E-Verteilung empfiehlt sich ein Grobschutz und vor dem PC ein Feinschutz. Nachfolgend schützt auch eine NVS (Notstromversorgung) gegen leichte Überspannung und kurzzeitigem Netzausfall. Auch dieser kann Datenverluste beim Speichervorgang vermeiden. Über das Telefonnetz kann ebenso eine Überspannung in den Rechner gelangen, was einige NSV über ein Durchschleifungsschutz etwas sicherer machen. Ansonsten gibt es auch spezielle Adapter dafür. Das Ausschalten des Rechners allein hilft kaum. Heutige Rechner haben nicht einmal mehr eine elektrische Trennung die durch einen Schalter entsteht. (Ausser der Schalter hinten an einigen Netzteilen) Selbst wenn doch, dann ist diese kleine Funkenstrecke nur ein geringes Hindernis. Das Herausziehen des Steckers ist dagegen schon deutlich sicherer. Durch Vernetzung mit Fremdgeräten LAN, Modem, Aktivlautsprecher ect. ist eine Netz- und Erdungsfreiheit dennoch nicht gegeben. Ich mache mir selbst auch nicht die Mühe alle Verbindungen zu trennen. Aber der Grob und Feinschutz wird bei nächster Gelegenheit nachgerüstet. Eine NVS steht schon auf meinem Tisch, benötigt nur mal wieder einen frischen Bleigelakku. Es muss auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass alle in einem Netz befindlichen Geräte über einen Schutz mit der Aussenwelt verbunden sind. Steckt beispielsweise das Netzteil eines LAN-Routers in einer ungeschützten Steckdose, sind die Schutzmassnahmen anderer Geräte im Netz weitaus weniger effektiv, bzw. können im speziellen Fall das Einschleusen einer Überspannung in den PC nicht verhindern.
Fazit…
Eine 100% Sicherheit vor Verlusten gibt es nicht, wenn ich jedoch meine verkratzten oder sonst wie zerstörten und verloren (Labor+Post) gegangenen Dias betrachte, gab es die 100%ige Sicherheit auch vorher nicht. Eigenartigerweise scheuen wir finanzielle Ausgaben allzu gern, nur um der Datensicherung gerecht zu werden. Dagegen wurde für die Sicherheit der Dias im Laufe der Jahre weitaus mehr investiert. Ich denke da nur an die überteuerten, ca.200 Kunze Archiv-Journale, die hinter mir im Schrank stehen und selbst der wurde extra für die sichere Aufbewahrung angeschafft. Je nach Bereitschaft in Datensicherung zu investieren können digitale Bildbestände deutlich sicherer und langlebiger sein als es ein Diaarchiv jemals war. Schon die Möglichkeit 1:1 Kopien außer Haus zu archivieren machen dies deutlich. Bequemer und schneller ist das Suchen und Zusammenstellen von Bildern allemal. Die Nacharbeit der digitalen Rohdaten bringt zugleich neue Möglichkeiten mit sich, womit ich keine Montagen sondern eher qualitätssteigernde Massnahmen meine, die so analog überhaupt nicht möglich wären. beispielsweise ein anpassbarer Grauverlauf für Gebirgslandschaften, oder nachträgliche Beseitigung von Farbstichen.
Gruß Giesbert